Nachhaltigkeit ist uns wichtig

Nachhaltigkeit ist uns wichtig

Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst

Because we care!

Eines unserer Hauptanliegen ist es, künftigen Generationen die bestmögliche Welt zu hinterlassen. Alle Unternehmen der Brückner-Gruppe arbeiten deshalb daran, dass auf ihren Maschinen Folien und Verpackungen mit dem geringstmöglichen Ressourceneinsatz und der höchstmöglichen Recyclingfähigkeit hergestellt werden können.

Die auf den Anlagen der Unternehmen der Brückner-Gruppe produzierten Kunststofffolien und Kunststoffverpackungen schützen die verpackten Produkte sicher gegen Umwelteinflüsse. Dadurch werden die Haltbarkeitsdauer verlängert und die Lagerungsverluste verringert – gut für die Umwelt.

Die Brückner-Gruppe ist sich ihrer Verantwortung hinsichtlich Umwelt und Nachhaltigkeit bewusst. Deswegen wurde 2017 die Initiative „Yes, we care“ ins Leben gerufen. Denn: Umweltschutz beginnt im eigenen Unternehmen!

Bienenweide am Standort Siegsdorf

Dr. Axel von Wiedersperg

CEO Brückner Group GmbH
Die Zukunft gehört auch weiterhin dem Kunststoff, wenn er nachhaltig gebraucht und wiederverwendet wird. Als Teil einer Kreislaufwirtschaft können die unbestreitbaren Vorteile des Kunststoffs mit den Nachhaltigkeitszielen einer modernen Gesellschaft perfekt kombiniert werden.”

Kreislaufwirtschaft und die Brückner-Gruppe

Ehrgeizige Ziele bei Brückner Maschinenbau

Einsatz für eine verbesserte Kreislaufwirtschaft auf vielen Ebenen

Forschung & Entwicklung

Trotz aller notwendigen Entwicklungen für die Kreislaufwirtschaft hält Brückner Maschinenbau auch an seinen ehrgeizigen Zielen für einen weiter sinkenden Rohstoffeinsatz und einen immer geringer werdenden Energieverbrauch bei der Folienproduktion fest. Bei allen berechtigten Forderungen nach Recycling und Wiederverwendbarkeit dürfen die Herausforderung des Klimawandels und die Senkung des CO2-Fußabdrucks innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette von Verpackungen nicht vergessen werden.

Aber natürlich forscht und entwickelt Brückner Maschinenbau hinsichtlich der Rezyklierbarkeit von Folien und der Einsetzbarkeit von Regranulaten in der Folienproduktion. Die Zusammenarbeit mit anderen Beteiligten der Wertschöpfungskette – vom Rohstofflieferanten über den Verpackungs- und Produkthersteller bis zum Recycler – ist dabei essentiell. Materialforschung wird im eigenen Technologiezentrum vorangetrieben.
 

Biopolymere

Biopolymere gehören seit langem zum Portfolio von Brückner Maschinenbau. Doch Verpackungen aus diesen Rohstoffen sind noch weitgehend Nischenlösungen. Fehlende Recyclingströme, die schwierige Sortierung, hohe Rohstoffpreise und reduziertere Weiterverarbeitungseigenschaften setzen Limits.

„Durch unsere Forschung haben wir erste Elemente eines ‚Biofolien-Baukastens‘ erarbeitet. Zur Erstellung eines stimmigen Folienkonzeptes ist die Zusammenarbeit mit einem Endanwender aber unumgänglich.“ Dr. Martin Wolf, Labor-Manager Brückner Maschinenbau

Monomaterialverpackungen

Da flexible Verpackungen häufig direkt bedruckt statt mit Etikett beklebt werden, ist Brückner Maschinenbau – wie auch alle anderen Unternehmen der Brückner-Gruppe – Teil des Projekts PRINTCYC, das gemeinsam mit anderen Beteiligten der Wertschöpfungskette die Auswirkung von Druckfarben auf den Recyclingprozess untersucht. Spezielle Farbtypen verringern negative Geruchsbildung bzw. Ausgasung und haben das Potential, die Qualität des Rezyklats deutlich zu verbessern.

Ein weiterer Fokus der Forschung liegt auf der Herstellung von beschichteten und unbeschichteten Monomaterialfolien mit hervorragenden mechanischen und optischen Eigenschaften, die bisherige Mehrlagenfolien aus verschiedenen Materialien ersetzen können. Sie sind ideal für den Einsatz in neuen, möglichst sortenreinen Verpackungen und garantieren gute Sortierbarkeit in der Mülltrennung sowie beste Rezyklierbarkeit. Beispielgebend sind hier völlig neue Anlagenkonzepte zur Herstellung von BOPE-Folien (biaxial orientiertes Polyethylen).

Upgrades für eine verbesserte Kreislaufwirtschaft

Modifikationen und spezifische Updates

Modifikationen

Mit Modifikationen und spezifischen Updates sorgt Brückner Servtec dafür, dass auch auf bestehenden Anlagen die aktuellsten Produkte in Bezug auf Folientypen und Materialien herstellbar sind. Aufgrund der Entwicklungen in Zusammenarbeit mit Brückner Maschinenbau konnten kürzlich u.a. zwei große Projekte für eine verbesserte Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden.

Da Monomaterialfolien zunehmend wichtig sind, brauchen die Kunden entsprechende Anlagen. Damit die Folien dieselben Eigenschaften erfüllen können wie Mehrlagenfolien, werden die einzelnen Schichten z.B. mit Coatings (Beschichtung durch Bedampfung) behandelt. Ein Kunde in der Türkei hatte erfolgreiche Versuche mit einer PE-Folie aus dem Brückner-Technikum durchgeführt, die er für die gewünschte Barrierewirkung nachträglich mit einer hauchdünnen Schicht aus Aluminiumoxid metallisieren ließ. Daraufhin rüstete Brückner Servtec die Anlage des Kunden so auf, dass dieser Schritt während des Verstreckungsprozesses gleich mit durchgeführt wird. Das spart Energie und einen zusätzlichen Prozessschritt.

„Dieser PE-Folienverbund ist mit einem Fremdanteil von weniger als fünf Prozent direkt recyclingfähig.“ Markus Gschwandtner, CEO Brückner Servtec

Hybridanlagentechnik

Bereits in mehreren erfolgreichen Projekten baute Brückner Servtec eine ältere BOPP-Anlage (für biaxial verstrecktes Polypropylen) so um, dass nun auch moderne BOPE-Folien für rezyklierbare Monomaterialverpackungen hergestellt werden. Diese Hybridtechnik erlaubt es unseren Kunden, flexibel in neue Märkte einzusteigen, die gerade erst entstehen und allein noch nicht rentabel sind.

Darüber hinaus ist Brückner Servtec zusammen mit Brückner Maschinenbau Teil von CEFLEX und ähnlichen Initiativen und Organisationen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft.

Verpackungsanwendungen mit Zukunft

Kooperationen und neue Wege

Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette

Kiefel arbeitet mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette daran, dass reduce – reuse – recycle nicht nur Schlagworte bleiben. Mit dem Ziel, den Kreislauf zu schließen, entwickelt Kiefel in verschiedenen Projekten – gemeinsam mit Materialherstellern, Kunden u.a. – für den jeweiligen Anwendungsbedarf optimierte und vor allem nachhaltige Produkte und Lösungen. Dazu gehört auch die Kooperation mit den Fraunhofer-Instituten in München und Leipzig, um die besten Materialien für recyclingfähige oder biologisch abbaubare Produkte zu finden.

„Rethinking ist unser Ansatz: Wir hinterfragen, wie jedes Produkt in Bezug auf Design, Funktionalität, Material, Zusammensetzung und Prozessoptimierung neu gedacht werden kann.“ Matthias Hausmann, Leiter zentrale Entwicklung, Kiefel

In einem Anlagenpark in China ermöglichte Kiefel mit mehreren europäischen Recyclingspezialisten vor Ort einen geschlossenen Kreislauf für Lebensmittelverpackungen aus PET. Für Kunden in den USA und Kanada hat Kiefel eine Lösung für die Umstellung bei Kaffeekapseln von Polystyrol (PS) auf besser rezyklierbares Polypropylen (PP) mit erarbeitet, die die verschiedenen technischen Anforderungen vollständig erfüllen kann – darunter die richtige Dichte für die Sink-Schwimm-Trennung in den Sortierströmen.

Bereits auf der K 2019 konnte Kiefel einen in Zusammenarbeit mit dem Extrusionsspezialisten SML entwickelten geschäumten PET-Becher präsentieren. Dieser ist – dank Monomaterialstruktur – nicht nur besonders gut recycelbar, sondern spart durch die Aufschäumtechnik vor allem Material. Zusätzlich ist er besonders leicht und hitzebeständig bis zu 100° Celsius.

Mit seinem Kunden Faerch hat Kiefel in Europa „Color of the day” realisiert: eine Produktion von PET-Schalen in den tagesaktuellen Recyclingfarben. Lange Zeit sprach die gleichbleibende Farbe eines Produkts für Kunden und Händler für gleichbleibende Qualität. Rezyklate aber verursachen Farbunterschiede, die bisher durch Zusätze ausgeglichen wurden. Doch dank des aktuellen Zeitgeists kaufen Verbraucher in Großbritannien inzwischen auf Kiefel-Maschinen produzierte Faerch-Behälter in der „Farbe des Tages“.

Thermoformen Verpackung - Schalen

Verpackungen aus Naturfasern

Nachhaltige Verpackungslösungen durch Faser Thermoformen

Darüber hinaus hat Kiefel ein Verfahren entwickelt, um auf seinen Maschinen Lebensmittelbehälter und Verpackungen aus Naturfasern herzustellen.

Diese mit Kiefel Fiber Thermoforming (KFT) produzierten, hochwertigen Verpackungen sind über das Altpapier optimal in den Kreislauf rückführbar und werden z.B. für Elektronikgeräte verwendet. Die KFT-Produkte können auch Heißgetränke, Speisen oder ständige Feuchtigkeit aushalten.

Neue Technologien für nachhaltige Produkte

Forschung, Entwicklung und Umsetzung

Mitgliedschaft in Initiativen

PackSys Global ist derzeit in zwei Initiativen zur Kreislaufwirtschaft aktiv: Der Tube Circle versammelt als internationales Konsortium Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um den Kreislauf für Tubenverpackungen möglichst vollständig zu schließen. Als erstes soll die Materialreduktion vorangetrieben werden. Als zweites geht es um eine optimierte Recyclingfähigkeit und somit Monomaterialtuben. Derzeit bestehen viele Tuben aus Polyethylen und die Verschlüsse aus Polypropylen. Welche Vorteile würden nun eine reine PE- bzw. eine reine PP-Tube bringen? Drittes Thema ist die Untersuchung des Einsatzes biobasierter Materialien mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit von Tuben weiter zu steigern.

Aus dem Projekt CEFLEX (für flexible Kunststoffverpackungen) heraus ist die von PackSys Global mitgegründete Initiative Plastic Squeeze Tubes entstanden. Sie fokussiert sich auf die Erarbeitung von Design-Guidelines zur Recyclingfähigkeit von Tuben in Europa und deren Kompatibilität im Recyclingstrom. Die Herausforderung ist groß: Die Recyclingströme in Europa sind noch sehr divers und bedürfen dringend einer Harmonisierung und Konsolidierung. Da es für Tuben – wie für viele andere Verpackungstypen – keine eigenen Sortierströme gibt, geht es auch darum, welche Rolle die Tubenanteile im Recyclingstrom spielen.

Nivea, Garnier, L'oreal tube samples

Direktdruck anstelle von zusätzlichem Material

Mit PackSys Globals neuer Technologie für 360°-bedruckte Laminattuben ist dem Unternehmen bereits ein überzeugender Schritt zu nachhaltigeren Tuben gelungen. Die NEOSeamTM-Tuben benötigen durch den Direktdruck weder zusätzliches Material für die Etikettierung noch zum Aufbau der Seitenschweißnaht und sind somit für Monomateriallösungen bestens geeignet.

„Wir wollen die Bedeutung von Tuben gegenüber anderen Verpackungen stärken. Dabei geht es um mehr als die Frage der Rezyklierbarkeit – auch ein erhöhter Einsatz von Rezyklaten ist bedeutend.“ Peter Schkoda, Head of Global Sales Tubes, PackSys Global

Die Frage nach dem besten Material spielt generell eine wichtige Rolle bei PackSys Global. So werden u.a. Tests mit von EREMA hergestellten Rezyklaten durchgeführt. PackSys Global-Maschinen können zudem Tuben mit verschiedenen Barriereschichten produzieren.

Laminate tube made with NEOSeam technology